Tschapka

Die Tschapka – mehr als nur eine Mütze

Was einst dem russischen Militär vorbehalten war, erobert auch die heutige Modewelt: die Tschapka. Sie wird auch als russische Fellmütze bezeichnet. Die Russen selbst nennen sie “Uschanka“.

So eine Mütze hält Frost und Kälte ab. Das ist auch kein Wunder, denn in ihrer Heimat herrschen sehr kalte Wetterverhältnisse. Sie wärmte schon so manche Ohren russischer und auch finnischer Soldaten. Die Tschapka hat am Mützenrand eingenähte, nach oben aufschlagbare Klappen und bietet damit einen großen Schutz für Ohren und Nacken vor eisiger Kälte. Das finnische Militär entdeckte die Kopfbedeckung in den 1930er Jahren, die Russen nutzten sie sowieso. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges eroberte die zivile Welt die “Russenmütze” für sich. Und für ihre Ohren.

Die militärische Version der Tschapka ist so ausgelegt, dass sie auch unter einem Stahlhelm getragen werden konnte. Das ist Gott sei Dank heute nicht mehr notwendig und es werden ganz normale Mützen verkauft. Vom Mützenkörper kann der weiche Nacken-, Ohren- und Wangenschutz heruntergeklappt werden. Dieser Schutz ist zumeist aus Pelz gefertigt und breit genug, um neben den Ohren auch die Wangen ganz oder zu einem großen Teil zu bedecken. Bei neueren Modellen findet sich im Frontbereich der Tschapka eine festgenähte Zierklappe, die die Stirn bedeckt.

Felle für Tschapkas sind oft Kaninchenfell, Schaf-, Fuchs- und Bisamfell. Die Tschapka gibt es für Tierfreunde natürlich auch in verschiedenen Versionen mit Kunstpelz, Leder, Wollfilz, Kunstleder, Cord oder Webpelz. Modernere Tschapkas enthalten oft synthetische Materialien, die sie allerdings auch preisgünstiger in der Anschaffung machen. Zumeist werden aber bei jeder Mütze auch die originalen Materialien verarbeitet. Dann sind die schmückenden und aufzuschlagenden Teile aus Pelz oder Webpelz gefertigt. Werden sie herunter geklappt, liegen sie wärmend am Kopf und an den Ohren an. In der modernen Tschapka sind gerne Klettverschlüsse eingearbeitet, sodass die Klappen am Kinn oder auf dem Mützendach verbunden werden können.

Die Tschapka von heute ist also alles andere als altbacken. Sie ist zudem in trendigen, frechen Farben erhältlich. Eines sei dem Träger gewiss: Sein Köpfchen wird Frost und Kälte trotzen und seine Ohren werden mollig warm verpackt sein. Und er liegt damit voll im Trend.